Mittwoch, 12. August 2015

Ich weiß genau, was du da tust...

Eine Stimme aus meiner Erinnerung erklingt in meinem Kopf.
"Na kleines Luder, ich weiß genau, was du da tust..." 
Ich habe mir eine kleine Auszeit gegönnt und mein Kind aus dem Wasser geschickt, weil es schon ziemlich lange im Wasser war. 
Die Massagedüse hat mich magisch angezogen. Einige meiner Leser wissen, warum. 
Ich warte auf den Beginn der wohltuenden Massage, schließe meine Augen und seufze innerlich auf. 
Mein Becken drückt sich immer stärker gegen den harten Druck der Düse und es durchzuckt mich, während ich viele Jahre, Jahrzehnte zurückdenke. 

Die Stimme in meinem Kopf so real als wäre er da. Mein erster Herr, meine erste große Liebe. So obsessiv, so intensiv, als bräuchte der eine den anderen wie die Luft zum Atmen. 

"Na kleines Luder, ich weiß genau, was du da tust..."sagte er damals, als ich wiederholt, durch ihn Wochen vorher darauf gebracht, mich an das Ding gedrückt am Rand des Schwimmbeckens festhielt. Gegenwart und Vergangenheit vermischen sich, ich halte meine Augen geschlossen und denke daran, wie er damals sich von hinten an mich drückte und ich spürte, dass ihn das ebenso erregte. Ich denke dran, wie er meinen Bikini nur etwas zur Seite schob und ich ihn plötzlich in mir spürte. Wie er mich ermahnte, keinen Piep von mir zu geben... Und ich schlucke jedwede Gefühlsregung herunter, die mich bei seinen ganz beiläufigen kleinen Stößen, die mich immer stärker an die Düse pressen, überkommen. 

Schon wenige Minuten später ist alles vorbei. Er hat sich in mir ergossen, ich höre, als wäre es im hier und jetzt, sein leises unterdrücktes Keuchen und dann sein Lob, weil es so gut geklappt hat. Und spüre in mir dieses nachhallende Zucken, als wäre ich grade wirklich gefickt worden. 

Den allerersten Herrn vergisst man wohl nie...


 
 

 

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