Plaisir

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Ich fühl mich wieder zuhause

Samstag, 14. Dezember 2013

Sub/Sklavin

*Edith hat hier gewerkelt  ;) 


Es taucht immer wieder die Frage auf, was ist eine Sub und was unterscheidet diese von der Sklavin? Warum gibt's da einen Unterschied? Ist das nicht dasselbe?
Oh nein! Das ist nicht dasselbe. 
Der Unterschied ist immens. 

Der Dom einer Sklavin erwirbt Eigentums- und Besitzrechte an der Sklavin. 
An einer Sub die Besitzrechte. Eine Sub wird in diesem Zusammenhang immer eine Spur mehr Freiheiten haben. Und eben hierfür gibt es Doms, die einer Sklavin bedürfen oder Doms die lieber mit einer Sub zusammen sind.

Eine Sklavin einmal ihr OK und hat (und will auch) dann keinen Einfluss mehr auf das was ihr geschieht. Sie hat das Safeword und das ist das einzige, womit sie im Ernstfall ihren Herrn signalisieren kann, dass sie grade die Situation absolut nicht ertragen kann und er zu weit geht. Ansonsten ist sie meist komplett davon abhängig, was er will. Auch wenn sie etwas nicht "mag" das interessiert dann technisch gesehen nicht mehr, oder kann auch nicht sagen: Och mein Herr, mir gehts heut net so, lass das mal. (Wobei ein guter Dom darauf dennoch Rücksicht nimmt und das soll nicht heissen, dass eine Sub sowas leichtfertig von sich gibt). Auch kann eine Sklavin keinen Einfluss mehr drauf nehmen, was mit ihrem Körper geschieht. Hat sie Tattoos und Piercings als Tabu angegeben? Sonstige körperliche Veränderungen? Die Tabus legt sie nämlich nur einmal, am Anfang fest. Hat sie an alles gedacht, Glück für sie. Wenn nicht, hat sie dann normalerweise keinen Einfluss mehr drauf. Sie gibt ihren Willen komplett auf, der einzige Wille der bleibt, ist ihrem Herrn zu gefallen und zufrieden zu sehen.

Eine Sub kann Einfluss nehmen. Auf respektvolle Weise natürlich. Sie hat quasi ein Vetorecht. Sie folgt weil sie folgen will, wenn sie nicht möchte, muss sie nen verdammt guten Grund haben. Ob der Herr den Grund dann hören will, ist seine Sache, aber sie sollte dann ne gute Antwort haben, wenn er es mal hinterfragt. Sie gibt ihm ein Besitzrecht, aber geht nicht als Eigentum über in seine Hände. Sie verhält sich mit einer Katze vergleichbar: sie vertraut zwar, aber beäugt auch kritisch und das darf sie auch, im Gegensatz zu einer Sklavin, die das Wort ihres Herrn von Anfang an als Gesetz gegeben annimmt. 


Beide geben sich also hin, nur ist die Führung der beiden "Wesen" eine völlig andere Ausgangsweise. Beide lieben ihre eigene Unterwerfung, der Unterschied ist nicht der, dass die eine spielt und die andere nicht, sondern darin, dass die Sklavin von ihrem Wesen her nicht mehr "eingefangen" werden muss, sie bewegt sich aus ihrer Überzeugung und Hingabe einfach nicht mehr aus ihrem "Terrain" heraus. Die Sub hingegen ist eher ein Freigeist, der immer wieder freiwillig und hingebungsvoll in die Hände des Herrn zurückhuscht.

Ich empfinde es auf der dominanten Seite anstrengender, eine Sklavin zu führen, weil ständig Entscheidungen getroffen werden müssen, über die ich keinen Gedanken verschwenden will.  

Eine Sub bedeutet selbständigeres Verhalten für mich. 
Natürlich kann man da viel auch von vornherein viel reglementieren und auch Anweisungen geben, damit eine Sklavin nicht ständig nachfragen muss. 

Aber ich ziehe es vor, einem freigeistigen Menschen nur die Dinge zu reglementieren, die ich als sinnvoll erachte, dass sie reglementiert sind, und alles andere ist ihr Leben, ihre freie Entscheidung. 





Kommentare:

  1. Obwohl ich mich selbst sicherlich in gewisser Weise als devot bezeichnen würde, liebe Isabella, widerstreben mir diese ganzen Reglementierungen, die das Ausleben dieser Leidenschaft unweigerlich mit sich bringt ungemein. Natürlich bin ich mir darüber im Klaren, daß sie unumgägnlich sind. Aber genau diese klaren Grenzen, dieses Schwarzweißdenken halten mich bisher noch davon ab, meine (wahrscheinlich nur leichte) Neigung wirklich auszuleben. Ich frage mich, ob das nicht auch anders ginge... irgendwie subtiler...
    Wenn ich vor einem Spiel schon genau ein Regelwerk festlegen muß vergeht mir eigentlich schon die Lust, weil mir alles zu inszeniert und zu wenig spontan wirkt.
    Liebe Grüße von Felina, die es irgendwie "albern" findet, eine festgelegte Rolle zu spielen. (Nichts für Ungut.)

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  2. Liebe Felina,
    Das sind keine Reglementierungen und kein Schwarzweißdenken, auch kein Schubladendenken. Und schon gar keine Rollen, die man spielt.
    Man kann eine Rolke vielleicht für ne bestimmte Zeit spielen, aber nicht sein ganzes Leben lang. Deshalb können Sub und Sklavin keine Rolle darstellen, in die man mal eben kurz reinschlüpft. Man ist eine Sub, oder eben eine Sklavin, wenn man devot ist.

    Es sind Begriffe, die eine Art Charaktereigenschaft erklären. So wie man Hund von Katze unterscheidet. Es sind beides Haustiere, so wie Sub und Sklavin beides Bottoms sind. Aber sie unterscheiden sich eben ganz stark in ihrer Art.

    Ich beschreibe hier keine starren Inszenierungen, sondern Begriffe, die es einem Top und einer Bottom einfacher machen, zu erkennen, was sie voneinander erwarten, was sie sich vorstellen. Trifft nämlich eine bottom, die eher den Charakter der Sub in sich trägt, auf einen Top, der sich eher eine Bottom als Sklavin vorstellt, dann gibt's unweigerlich Probleme. Und es kann gefährlich für die Psyche der Sub werden. Andersrum wird eine bottom die sich als Sklavin fühlt, nie wirklich glücklich sein mit einem Sub-Top, weil ihr was fehlen wird und sie sich unter Umständen zu "frei" fühlen wird.

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